Kamen Beronov

München|kberonov@o2mail.de|Stand 27. Oktober 2026

Deutsch und Bulgarisch – Muttersprache|Englisch – verhandlungssicher|Japanisch – mittlere Sprechfertigkeit

Lösungs- und Sicherheitsarchitekt in regulierten Umgebungen – Banken, Versicherer, Industrie, Bundesbehörden und deren IT-Dienstleister. Fünfzehn Jahre Architektur, davor zwölf Jahre in öffentlich finanzierter Forschung. Promotion in mathematischer Physik; zertifizierter Datenschutzbeauftragter.

Drei Richtungen durchziehen die folgenden Stationen. Jede verweist auf die Belege dafür.

Ausgewählte Projekte

Nach Aktualität geordnet. Die Marken zeigen, welcher Richtung ein Projekt zugehört.

2025—2026 Modernisierung & KI Modernisierung einer undokumentierten Legacy-Codebasis bei einer Großbank – in drei Stufen zwischen 2003 und 2011 entstanden, teilweise nur als Kompilat verfügbar; Kern rund 2 GiB JARs, dazu etwa 50.000 Zeilen Eigencode. Zuerst entstand eine automatisierte Testumgebung als festgehaltene Verhaltensbasis, weil ohne sie nicht feststellbar gewesen wäre, ob eine Änderung das Verhalten erhält. Anschließend Rekonstruktion des Modulverhaltens mit KI-Agenten und Dekompilierung; Kernabhängigkeit auf unter 30 % reduziert. Konfigurationsdateien enthielten RDBMS-spezifisches SQL, wo das Refactoring den generischen Standard annahm; für jeden Fall war einzeln zu entscheiden – Abfrage verallgemeinern, dialektspezifische Varianten pflegen, oder den Anwendungsfall als datenbankspezifisch anerkennen, aus der dialektübergreifenden Prüfung herausnehmen und dokumentieren.
2025—2026 Modernisierung & KI KI im Produktiveinsatz. Ein RAG-System über interne Dokumentation und Ticketsysteme, dazu vorgeschlagene Messgrößen für die Kosten schlechter Dokumentationssuche. Etablierung des Agenteneinsatzes in der Abteilung ohne eigene Budgetlinie, durch Demonstrationen an wiederkehrenden realen Aufgaben statt an abstrakten Anwendungsfällen – heute sechs Kolleginnen und Kollegen, über die Hälfte der mit größeren Programmieraufgaben befassten.
2025—2026 Sicherheit & Identität Single Sign-on gegen Entra ID für beide Hauptkomponenten einer betreuten Produktsuite einschließlich Legacy-Anwendungen – produktiv bei zwei Kunden mit eigenem TLS und eigenen Proxys, bei einem dritten in der Testphase. Keycloak on premises als SSO-Identity-Provider und als provisioniertes Zielsystem, als Proof of Concept; Tenant-Administration über Microsoft Graph mit dem Device Authorization Grant, sodass jede Aktion einer Person und nicht einer Anwendung zurechenbar bleibt.
2024—2026 Sicherheit & Identität Single-Sign-on-Programme bei einer Großbank und einem großen Versicherer – OIDC und OAuth 2.0, SAML 2, TOTP, Single Logout, Föderation und Nutzerkonsolidierung; Aufbau eigener Signatur- und Verschlüsselungsdienste. Als Proof of Concept wurde der Passwortdialog einer nicht änderbaren nativen Legacy-Anwendung durch OAuth ersetzt: Authorization Code mit PKCE über einen Loopback-Redirect im Systembrowser, eigenständig entworfen und gebaut.
2023—2024 Sicherheit & Identität Compliance-Automatisierung bei einem führenden IT-Dienstleister der deutschen Bankenbranche. Zuvor kein Verfahren vorhanden; Auditoren hatten einen Nachweis verlangt, den der Kunde nicht führen konnte. Dokumentarische Compliance-Prüfung samt Archivierung, Verschlüsselung, Aufbewahrungsregeln, Fehlerbehandlung und SIEM-Anbindung – unter Weiterverwendung der im Bundes-Ingest entwickelten Verschlüsselungs- und Archivierungsfunktion, eine Entwicklungslinie über Kunde und Branche hinweg. Seit zwei Jahren produktiv.
2022—2025 Sicherheit & Identität Behördenübergreifendes Identitätsmanagement des Bundes. Die HR-Daten kamen aus vielen Quellen unterschiedlicher Qualität, die kein gemeinsames Datenmodell hatten. Entworfen wurden ein Kernschema für alle internen Personendaten unabhängig von der beschäftigenden Institution und darauf aufbauend ein relaxiertes Schema für externe Personendaten, mit automatisierten Qualitätsmaßen, die Eingangsstapel unterhalb festgelegter Schwellen ablehnen. Die Datenübernahme entstand eigenständig. Die herstellerübergreifende Schnittstellendokumentation wurde über zwei deutlich abweichende Datenmodelle hinweg und über beide Projektphasen geführt und gepflegt. Drei Anbindungen institutioneller IAM-Infrastrukturen.
2014—2018 Sicherheit & Identität Datenzentrische Sicherheit über heterogene Speicher. Formatwahrende Verschlüsselung, Maskierung, Tokenisierung, identitätsbasierte Verschlüsselung, RBAC und ABAC, Data Lineage – in RDBMS, Data Warehouses, Hadoop und Spark. Ein einjähriges Projekt bei einer Versicherungsholding zur FPE-Integration ins Data Warehouse; ein Jahr bei einem Energieversorger für zentrale Maskierung und Testdatenmanagement.
2012—2014 Sicherheit & Identität IAM-Zentralisierung in einem globalen Konzern – mehrere Quellsysteme (LDAP, Oracle, SAP), über 80 Zielsysteme und mehrere Cloud-Dienste, in allen Projektphasen von Anforderungs- und Entwurfsdokumenten bis zum Support.
2017—2018 Sicherheit & Identität Audits und Informationssicherheitsmanagement – PAM-Projekt beim IT-Dienstleister der Bundeswehr; Aufbau eines ISMS und Vorbereitung des ISO-27001-Audits bei einem SaaS-Anbieter; DSGVO-Konformität bei KMU verschiedener Branchen; Vorbereitung eines EZB-Audits bei einer institutionellen Bank.
2006—2010 Sicherheit & Identität Föderierte Infrastrukturen und Grid Computing – Anbindung von Grid-Middleware an eine Föderation öffentlicher Zertifizierungsstellen, mit virtuellen Organisationen und kurzlebigen Proxy-Zertifikaten, die Mitgliedschaftsattribute tragen und von der Job-Verwaltung weiterdelegiert werden. Mehrstufige Delegation für unbeaufsichtigte Prozesse, zwei Jahrzehnte bevor KI-Agenten dieselbe Frage aufwarfen.

Presales und Kundenkontakt

Beruflicher Werdegang

Beta Systems Software AG, Berlin – Senior Solution Architect, Homeoffice München, seit 2019

bizcon AG, München – Senior Consultant, 2011—2018

Früher: coSyMBA UG, München – Geschäftsführung seit 2009, IT- und Prozessberatung für regulierte Branchen, Softwareentwicklung mit 10 Mitarbeitenden · EU FP7 und Horizon 2020 – Experte, Gutachter und Rapporteur 2010–2017 · Leibniz-Rechenzentrum 2009–2010 – föderiertes Identitätsmanagement, PKI, Zertifikatslebenszyklus, Kerberos, ITIL-konformes Prozessmanagement, EU-weite Koordination von bis zu 15 Teilprojekten · FAU Erlangen-Nürnberg 2001–2008 – Gruppenleitung mit bis zu 8 Mitarbeitenden, Jahresbudget bis 0,5 Mio. €, Projektakquise sowie Betreuung von Master- und Doktorarbeiten · Forschung und Lehre an den Universitäten Nagoya und Kyoto sowie der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften 1989–2001

Kenntnisse — Sicherheit und Identität

Identity & Access Management Föderationsprotokolle: OIDC und OAuth 2.0 einschließlich Device Authorization Grant und Authorization Code mit PKCE für native Anwendungen, SAML 2, SCIM, TOTP, Single Logout; Autorisierungsmodelle RBAC und ABAC; Mitarbeiter-IAM mit Rollenmodellen, Funktionstrennung, Rezertifizierung und Genehmigungs-Workflows; Active Directory und LDAP, Entra ID, Kerberos; PKI und Zertifikatslebenszyklus; Garancy, SailPoint, DirX, Keycloak, Centrify, Nevis
Nicht-menschliche Identitäten Delegierte statt applikationsgebundene Token, mit Autorisierung und Nachvollziehbarkeit auf Personenebene; mehrstufige Delegation mit kurzlebigen Proxy-Zertifikaten und Organisationsattributen; die Standardlage beim Datenzugriff von KI-Agenten und die Frage, welche Teile davon tragfähig sind
Datenzentrische Sicherheit Formatwahrende Verschlüsselung, Maskierung, Tokenisierung, identitätsbasierte Verschlüsselung, spaltenweise Schlüssel; Zugriffskonzepte auf Zeilen- und Spaltenebene; Data Lineage (Apache NiFi, Micro Focus SDM, Dataguise); Datenqualitäts-Gating; Absicherung von RDBMS, DWH, Hadoop, Spark, MongoDB und Elasticsearch
Regulatorik und Compliance BAIT – Umsetzung der Anforderungen an das Benutzerberechtigungsmanagement in Banken und bei einem IT-Dienstleister der Bankenbranche; DSGVO und BDSG, zertifizierter Datenschutzbeauftragter; ISO 27001, ISMS-Aufbau und Auditvorbereitung; EZB-Auditvorbereitung; automatisierte Compliance-Prüfung

Kenntnisse — Modernisierung, KI und Plattformen

KI im Entwicklungszyklus Claude über API und Agenten, GitHub Copilot; RAG über Dokumentation und Ticketsysteme; KI-gestützte Analyse, Rekonstruktion undokumentierten Verhaltens, Refactoring und automatisiertes Testen – mit einer festgehaltenen Verhaltensbasis als deterministischem Gate
Altsysteme und Test Characterization Tests und Verhaltensbasis vor jeder Änderung; Test-Case-Engineering und automatisierte Testumgebungen; mehrprojektige Maven-Strukturen anstelle monolithischer Kopplung; Dekompilierung; Dialektunterschiede relationaler Datenbanken
Datenbanken und Datenplattformen MS SQL Server, Oracle, PostgreSQL, MySQL, DB2-Dialekt; Hadoop, Spark, Hive; Elasticsearch, MongoDB; früher Hochleistungsrechnen, Clusterverwaltung und parallele Programmierung; Log-Archivierung mit 10 GB pro Tag
Entwicklung und Schnittstellen PowerShell, Java, Python, Go, TypeScript, C#, Perl; JDBC/ODBC, REST, XML, XSLT, XQuery, JSON, YAML; Git, CI/CD, Jenkins, Maven
Cloud und Plattformen AWS – Administration seit 2011, zertifiziert 2025; Kubernetes, Docker, Rancher; private und hybride Cloud; eigene Signatur- und Verschlüsselungsdienste
Architektur und Prozess IST- und SOLL-Architekturen und Governance; UML und Modellierung mit Sparx Enterprise Architect; Requirements Engineering; herstellerübergreifende Schnittstellendokumentation; datierte und tagesfortlaufend numerierte Architekturentscheidungen, eingefroren mit dem jeweiligen Codestand; ITIL und ISO 20000; Kalkulation und Aufwandsschätzung; Multiprojektsteuerung

Veröffentlichungen

Zertifizierungen und Ausbildung

2025AWS Certified Cloud Practitioner
2017—2018ISO 27001 Foundation; zertifizierter Datenschutzbeauftragter
2009—2013ISO-20000-zertifizierter IT Service Process Manager; Major Incident Manager am Leibniz-Rechenzentrum
Promotion1992—1996 Universität Kyoto, Japan – Research Institute for Mathematical Sciences; mathematische Physik, numerische Simulationen
M.Sci.1984—1989 Staatliche Universität „Kl. Ochridski“, Sofia, Bulgarien – Mathematik und Informatik, Bestnote